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Ihr seid aber
neugierig! :-)
Frauchen
ist eine rothaarige, ziemlich toughe, direkte, leicht hektische,
spontane, lebenslustige und offene Menschin. Aber für uns
nimmt sie sich immer viel Zeit und Ruhe. Bei Ihr kann man prima auf
dem Bauch treteln wenn sie auf der Couch liegt und mit ins Bett
dürfen wir auch. Es ist unheimlich kuschelig und macht großen
Spaß sich nachts in Frauchens Haare wühlen zu können und dann so
einzuschlafen. Nur Frauchen findet das, glaub ich, nicht so dolle.
Aber egal. Außerdem verwöhnt sie uns immer mit irgendwelchen
Leckerlis, neuen Spielsachen und Kratzbäumen und all dem
Schnick-Schnack, den Katzen "angeblich" so brauchen. Oooooch
wir finden das Klasse. Sie hat uns sehr lieb und wir wissen das ganz
genau. Nur das einmal wöchentliche bürsten mögen wir nicht so
sehr. Aber Frauchen meint es hilft uns die Haare leichter zu
verlieren und wir würden so nicht so viele verschlucken.
Ich
bin Gismo und hier erzähle ich Euch die Geschichte wie wir zu
unserem Frauchen kamen:

Da
Frauchen in Vergangenheit schon zeitweilig stolzer Besitzer von 8
Wellensittichen, 1 Zwergkaninchen, 2 Meerschweinen und 2 Hunden war, lies sie
das alles noch einmal Revue passieren. Wellensittiche kann man nicht knuddeln,
Kaninchen wollte sie nicht noch einmal, Meerschweinchen stinken ihr zu sehr und
mit Hunden muss sie ja bei jedem Wetter raus wenn kein Garten vorhanden ist,
sagt unser Frauchen und da sie ein Couch-Potato ist, wären da eigentlich Katzen
doch die Lösung, dachte sie sich. Katzen sind
treu, bleiben einem im Normalfall mindestens 15 Jahre erhalten, wenn auch
eigenwillig kann man sie prima knuddeln, sie hören immer zu, geben kein
Widerwort und gehen aufs Katzenklo ;-)). Nun mal im Ernst.... ausschlaggebender
Punkt war, dass sie keine Lust hatte bei Wind und Wetter mit meinem Tier
(Hund) rauszumüssen. Denn da sie in einer 3 Zimmerwohnung mit Balkon aber ohne
Garten wohnt, wäre dies unweigerlich der Fall und so als diesbezüglich fauler
Mensch ...
Nun
gut, die Entscheidung war getroffen und da Frauchen und Frauchens Eltern seinerzeit
deren ersten Hund aus dem Tierheim Gelnhausen hatten wollte sie da irgendwann
mal vorbei fahren, so erzählte sie uns später.
Als
sie dann am ersten Samstag im November 2002 ihre Oma besuchte und auf dem
Heimweg war, fuhr sie spontan beim Tierheim in Gelnhausen vorbei. unser
Frauchen wusste genau was sie wollte. Eine schwarze Katze, möglichst
nicht zu alt aber auch nicht mehr sooo klein, ein Wohnungstiger sollte es sein
und "Salem" sollte er heißen... eine richtige "Hexenkatze" eben *gelächter*. Mit
dem Bild und den Vorstellungen von "ihrem Tier" im Kopf lief sie dort
dann ein.
Die
nette Dame sagte Frauchen gleich: "Ja also, Wohnungskatzen haben wir im
Moment nur 4 Stück. Alles andere sind Freigänger. Ein grau-getigertes
Geschwisterpärchen, ein kleines rot-getigertes 12 Wochen altes Katerchen mit
Dauerdurchfall und eine schwarze Kätzin, die Menschen anfaucht und sehr scheu
ist." So, da stand Frauchen nun mit "ihrem" Tierbild im Kopf. *pruuuust*
Nun,
zwei Katzen wollte sie ja sowieso nieeeeeeeeee, also fiel das
Geschwisterpärchen schon mal weg. Eine menschenscheue Katze bei einer
berufstätigen Person auf einmal zutraulich werden zu lassen ist dann
genauso unmöglich, wie Weihnachten und Ostern auf einen Tag zu bringen. Blieb
nur noch der Kleine mit Dauerdurchfall und der wird nur vermittelt wenn er
wieder gesund ist. Frauchen fand das schade, denn der Kleine kam zum schmusen
gleich ans Gitter, berichtete sie uns. Die Helferin sagte ihr dann, dass sie die
Katzen von dem Geschwisterpärchen auch getrennt vermitteln würden und sie
solle sie sich doch wenigstens mal ansehen.
Nun
gut dachte Frauchen, was soll's. Da stand sie nun vor dem kleinen Käfig. Die
Kleine kam gleich schmusender Weise an und er, "der Grautiger" drückte
sich an die Käfigwand und beäugte Frauchen misstrauisch. Sie streckte die Hand
nach mir aus und ich stellte die Ohren waagrecht und schaute sie an, meinte
meckernd: "mä" und legte ihr die Pfote auf die Hand. Da war es dann
um Frauchen geschehen. - ja...sowas kann ich echt gut - :-)) Den wollte sie haben. Sie sagte nur: "Wie süß, mit
seinen waagrecht gestellten Ohren sieht der ja aus wie ein Mogwei. Der heißt
Gismo. Den nehme ich." Die Helferin meinte noch wenn sie berufstätig sei,
ob sie dann nicht zwei haben wöllte, so könne sie seine Schwester gleich
mitnehmen. Aber nein ... sie wollte ja nie im Leben zwei Katzen. :-) Also ging
sie am 02.11.2002 mit mir, einem 7 Monate altem Katerchen, ihrem Gismo,
nach Hause.
Vorher
hatte sie sich ja schon ausreichend schlau gemacht und nur schon mal so für
alle Fälle ein Katzenklo, Streu, Futter, Näpfen etc. angeschafft. Auch waren
seinerzeit schon etliche Katzenbücher in ihrem Besitz. Nachdem ich erst
mal ganz keck und neugierig die ganze Wohnung inspiziert hatte und dann Nachts
in ihrem Arm gekuschelt eingeschlafen bin, war eigentlich alles in Ordnung.
Eigentlich deshalb, weil sie nun in fast jedem Buch gelesen hatte das man
unbedingt zwei Katzen halten sollte wenn man den ganzen Tag außer Haus wäre.
Auch das die Tiere dann ihr Verhalten ändern können, unsauber werden etc. all
diese Hiobsbotschaften fanden sich in den Büchern.
Als
Frauchen dann mal wieder an einem Sonntagabend bei "Pringles und Wein"
mit ihrem Kumpel (dem Schulzi) zusammen saß und ihm von den Berichten in den
Büchern erzählte, meinte er nur ganz trocken: "Na hoffentlich wissen die
Katzen des auch was alles in den Büchern steht", und grinste sie ganz
breit an. Natürlich ist jede Katze anders und da die Tierchen ja nun mal
wirklich ihren eigenen Kopf haben, kann man sowieso so gut wie gar nichts
verallgemeinern, meinte Frauchen (ich gebe ihr da ganz Recht).
Na,
mal ganz ehrlich.....wie viele Leute gibt es die nur eine Katze haben und allem
Anschein nach geht's dem Tier echt gut so. Aber zu zweit ist es doch gleich viel
besser. Auf jeden Fall hatte dann nach Weihnachten ihr schlechtes Gewissen wohl
gesiegt. Da sie die erste Januarwoche noch Urlaub hatte machte sie sich also mal
wieder auf den Weg ins Gelnhäuser Tierheim *breitgrins*.
Die
Regina, die Dame vom erstenmal (mittlerweile sind Frauchen und sie beim Du
angekommen weil Frauchen öfter mal zu Besuch vorbeischaut) sagte gleich:
"Och nanu, mit dem Tigerchen alles in Ordnung?" Frauchen bejahte die
Frage und hatte auch schon Bilderchen von mir dabei, die sie natürlich ganz
Stolz zeigte. Sie sagte Regina das sie es nun doch für besser hielt sich eine
Zweitkatze anzuschaffen, damit der Kleine (ich) nicht so alleine wäre. Regina
sagte Frauchen nur, das hätte sie ihr ja gleich gesagt aber meine Schwester
wäre mittlerweile schon weg. Aber Frauchen könnte sich ja trotzdem mal
umschauen.
Sie
ging also die Käfigreihen entlang und da stand ein 7 Monate alter,
rot-getigerter Kater... drückte sein Köpfchen an die Käfigtür und wollte nur
noch schmusen. Regina lies ihn dann raus und er hat sich sofort in Frauchens Arm
gekuschelt und konnte vom schmusen gar nicht mehr genug bekommen. Frauchen sagte
dann zu Regina, der Kleine sei ja genauso verschmust wie seinerzeit das kleine
rote Katerchen. Regina grinste von einem Ohr zum anderen und sagte: "Das ist
das kleine rote Katerchen. Der war bis Dato dauerkrank, ist jetzt gerade gesund
geworden. Wenn Du ihn willst nimm ihn gleich mit, denn wir haben wieder Tiere
mit Katzenschnupfen hier und die Gefahr das er gleich wieder krank wird ist
groß." Frauchen sagte sofort: "Den nehm ich mit. Den wollte ich
damals schon und er war zu krank und wenn er jetzt immer noch da ist, dann
sollte das so sein. Das ist dann wohl Schicksal."
Und
so kam unser "Garfield" zu mir und Frauchen. Frauchen war gleich klar
das er so heißen sollte. Mit seinem Winterfell war er "aufgeplüscht"
wie ein runder Teddy und verfressen war er sowieso. Eben wie der echte Garfield,
meinte Frauchen und so bekam er seinen Namen.
Übrigens
ist er immer noch genauso verschmust wie damals und schläft mittlerweile nur
noch neben Frauchen auf dem Kopfkissen. Er ist eben Frauchens
"Bärchen". Leider ist er aber auch nach wie vor noch genauso
anfällig für Krankheiten und hat einen sehr empfindlichen Magen-Darm-Trakt. Er
ist ein unheimlich sensibles Kerlchen und die kleinste Veränderung, Stress oder
mal ein kleiner Rüffel wirkt sich bei ihm mit Durchfall oder erbrechen aus. Der
Tierarzt nennt das einen "nervösen Magen". Aber mit dem Trockenfutter
von Royal Canin "Sensibel" (extra für solche Fälle) hat Frauchen das
ganz gut in den Griff bekommen. Dazu eine gehörige Portion "Liebe"
sorgt dann wieder für das seelische Gleichgewicht unseres Neuzugangs. Leider
gibt es immer noch einmal den ein oder anderen "Ausrutscher", aber das
ist wohl nicht zu ändern. Das macht ihn nur noch liebenswerter, meint
Frauchen.
Ich
fand ihn auch ganz Klasse. Als Frauchen ihn aus dem Transportkorb gelassen hat,
hab ich ihn erst einmal ausgiebig beschnuffelt. Als er dann schnuffeln wollte,
hab ich ihm gleich eins auf die Mütze gegeben, damit er gleich sieht wer hier
der Chef ist. Mit ihm kann man prima toben. Hab ihn gleich als Kumpel akzeptiert
und ihn zu einem Rundgang durch die Wohnung mitgenommen. :-)
Da
Frauchen sich immer noch regelmäßig im Tierheim Gelnhausen blicken lässt
(hauptsächlich im Katzenhaus) :-) kam es natürlich so ca. Mitte April, wie es
kommen musste. Sie sah ein Katzenmädchen und verliebte sich prompt in sie (ich
übrigens auch *schäm*). Sie erfuhr das die Kätzin mit zwei anderen Katern aus
einer schlechten Wohnungshaltung herausgeholt worden war und erst mal bis auf
weiteres vom Veterinäramt beschlagnahmt worden war. Sie fand die Kleine echt
putzig und nannte sie so für sich "Tammy". Frauchen besuchte
daraufhin Tammy und Ihre Kollegen jeden Freitag im Tierheim. Eines Tages hatte
sie mich dann entschieden. Sie lies die Tierheimleitung wissen, dass sie Tammy
zu sich nehmen würde und Tammy wurde für Frauchen reserviert. Frauchen hatte
sogar schon in Gelnhausen auf dem Veterinäramt angerufen, wie lange die
Beschlagnahme denn noch dauern könnte, doch dort konnte man ihr nichts
genaueres sagen. Es sollte noch gut 2 Monate dauern bis Tammy heim geholt werden
konnte.
Am
14. Juni 2003 war es dann soweit, endlich konnte Frauchen unsere Kleine
mitnehmen. Zu Hause angekommen spazierte sie dann ganz selbstverständlich aus
ihrem Körbchen, gab Garfield und mir erst mal eins mit der Vorderpfote auf die
Mütze und ging (an mein Näpfchen) fressen. Aber wir drei haben uns jetzt gut
zusammengerauft. Wir spielen, toben und schlafen miteinander. Mittlerweile hab
ich mir sogar in sie verknallt *rotwerd*. Frauchen findet das
"herzallerliebst" und nennt uns ihr „Dream-Team“. Sie meint wir
wären so niedlich *brummel*.
Schlussfolgernd
bleibt dazu nur zu sagen, dass wir drei ihr Leben und sie selbst sehr verändert
haben, sagt Fauchen. Viele Dinge geht sie nun viel gelassener an, und wenn
wir dann abends bei ihr auf
der Couch liegen und uns streicheln lassen und dann wohlig schnurren, beruhigt das
auch Frauchen sehr. Sie merke dann sofort wie sie von ihrem Alltagsstress wieder
"runter kommt", sagt sie.
Ein
schöner Nebeneffekt ist natürlich auch, wenn sie jetzt abends nach Hause
kommt, wird sie jeden Abend schon sehnsüchtig von uns erwartet .... denn Dosen öffnen
könne wir noch nicht alleine ... ;-))
Frauchen
hofft, dass wir ihr noch viele, viele Jahre gesund und munter erhalten bleiben,
denn obwohl sie uns jetzt erst insgesamt 6 Monate besitzt und Tammy erst seit
zwei Monaten bei uns ist, sind wir aus Frauchens Leben schon nicht mehr
wegzudenken, sagt sie !!!!!
Wir
haben Dich lieb !
gez.
Gismo
- 25.
August 2003
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